| Keilschrift | Dieser Text beschreibt Keilschrift. Der untere Text beinhaltet die Keilschrift Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Keilschrift Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Keilschrift fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Keilschrift möglichst ausführlich zu halten.
Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Keilschrift Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Keilschrift beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Keilschrift. Fragen zu dem Thema Keilschrift können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.
Keilschrift Artikel
Buch-Tipp: Bibliothek des Wissens, Von der Keilschrift zum Internet Das Buch " Bibliothek des Wissens, Von der Keilschrift zu dem Internet" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. |
Keilschrift-Tontafel Vorderseite
Keilschrift-Tontafel Rückseite
Als Keilschrift bezeichnet man ursprünglich eine sumerische Bilderschrift, deren Formen durch die keilartigen Eindrücke eines Schreibgriffels in den noch weichen Beschreibstoff Ton entstanden. Die Keilschrift diente zahlreichen Kulturvölkern des alten Orients (Sumerer, Akkader, Babylonier, Assyrer, u.a.) über einen Zeitraum von ungefähr 3000 v. Chr. bis 400 v. Chr. als bevorzugte Schriftform. Sie entwickelte sich von der anfänglichen Bilderschrift über eine Silbenschrift hin zu einer phonetischen Konsonantenschrift, bis sie schließlich von anderen Schriftformen (z.B. Griechisch) verdrängt wurde und in Vergessenheit geriet.
Buch-Tipp: Die Entzifferung alter Schriften und Sprachen. ( Reclam Wissen). Spannend, aber unstrukturiert Das Buch gibt einen guten Überblick über Entstehung und Struktur von alten Schriften sowie deren Formen und Zeichen. Zahlreiche Anekdoten zur Entstehung und Verwendung der Schriften machen die Inhalte sehr lebendig. Der Autor neigt aus meiner Sicht etwas dazu, sich in Details zu verlieren. Der Stil schwankt zwischen... |
Geschichte und Verbreitung | |
Die sumerische Keilschrift gilt allgemein als die älteste bekannte Schriftform. Sie entstand etwa um 3500 v. Chr. in dem Reich Sumer in Mesopotamien und konnte ihre Vormachtstellung bis ungefähr 1800 v. Chr. halten. Zunächst begann die sumerische Keilschrift als reine Bilderschrift, bestehend aus Piktogrammen und Ideogrammen, die in Stein und gebrannten Ton geritzt wurden.
Die typische Keilschrift-Form erhielt diese Schriftart erst um das Jahr 2700 v. Chr. als die altsumerischen Machtzentren Uruk, Ur, Lagash enorm anwuchsen und deren zentrale Tempelbürokratien einen gesteigerten Schreibbedarf entwickelten, der nach einer Rationalisierung des Schreibprozesses verlangte.
Geradezu revolutionär kann die neue Technik genannt werden, bei der mit einem stumpfen Schreibgriffel Keile in den noch weichen Ton gedrückt wurden, der anschließend getrocknet oder auch gebrannt wurde.
Wurde die neue Keilschrift zunächst ca. von den Sumerern genutzt, gewann sie bei den übrigen Kulturvölkern des alten Orients schnell an Popularität.
Um das Jahr 2350 v. Chr. drang das semitische Volk der Akkader nach Sumer vor, übernahm die Herrschaft über die sumerischen Stadtstaaten und damit auch Schrift und Kultur. Unter der akkadischen Herrscherdynastie Sargons von Akkad breitete sich deren Herrschaftsgebiet und damit auch Sprache, Kultur und Schrift weiter aus.
Etwa zur selben Zeit gelangte die Kenntnis der Keilschrift bis nach Syrienins Reich Ebla, wo sie der einheimischen semitischen Sprache, des Eblaitischen, benutzt wird.
Bereits ab 2500 v. Chr. löst die Keilschrift in dem benachbarten Königreich Elam (heutiger Iran) die dort geschriebene proto-elamitische Strichschrift ab, wo sie bisins Jahr 331 v. Chr. Verwendung fand.
Auch die Hethiter, deren indoeuropäische Sprache sich vom semitischstämmigen Akkadisch sehr unterscheidet, adaptierten die Keilschrift. Die Hethiter ersetzten zunächst ihre eigenen andersartigen Piktogramme durch die Keilschrift. Dabei verlief die Verbreitung der Keilschrift in dem Norden bis nach Armenien mit Urartäisch als Landessprache und in dem Süden bis nach Palästina mit Kanaanäisch als vorherrschende Sprache. Die weiterentwickelte Form der Keilschrift war so anpassungsfähig beim Gebrauch der Symbole als phonetische Zeichen, dass die Schrift in gleicher Weise für die Sprachen der Akkader, Babylonier und Assyrer benutzt werden konnte.
Als Hammurapi in dem Jahre 1750 v. Chr. den babylonischen Thron bestieg, bestand Mesopotamien lediglich aus einer Reihe rivalisierender Stadtstaaten. Ihm gelang es jedoch aufgrund seiner Feldzüge, das Herrschaftsgebiet Babylons auf ganz Mesopotamien auszudehnen und weit über die Landesgrenzen hinaus die Sprache und Kultur seines Reiches zu verbreiten.
Mit dem Niedergang des babylonischen Reiches und dem Aufstieg des assyrischen verbreitete sich die Schrift und die Kultur des Zweistromlandes bisins 7. Jh. v. Chr. von Babylonien und Assyrien über Palästina bis nach Ägypten. In dieser Epoche entwickelte sich die Keilschrift zu ihrer endgültigen Form weiter.
Ab dem 8. Jh. v. Chr. drangen langsam neue Schriftsysteme, wie die phönizische oder griechische Lautschrift nach Kleinasien vor, die nach und nach die Keilschrift verdrängten bis ihre Kenntnis vollständig verloren ging.
Eine Sonderform der Keilschrift stellt die persische Keilschrift dar.
Zu Beginn der Regierungszeit Dareios I. in dem Jahr 521 v. Chr. besaßen die Perser noch keine eigene Schrift. Die Verwaltungssprache des persischen Reiches war elamisch, daneben wurde in Reliefs immer auch eine Übersetzung in babylonisch angebracht. Dareios I. ordnete die Schaffung einer eigenen persischen Schrift (altpersisch). Die persische Keilschrift war viel einfacher strukturiert (34 Zeichen) als die Keilschriften der Elamer (ca. 200 Zeichen) und Babylonier (ca. 600 Zeichen), und hatte zur besseren Lesbarkeit Worttrenner. Die Entzifferung dieser vereinfachten persischen Keilschrift mit Hilfe eines in Bisutun gefundenen dreisprachigen Textes (analog zu dem Stein von Rosetta) führte zur Entzifferung der komplexeren Keilschriften Elams und Babylons. Die persische Keilschrift wurde später (um 400 v. Chr.) durch das Einführen des Aramäischen verdrängt.
Erst 1802 gelang dem deutschen Philologen Georg Friedrich Grotefend der erste Schritt zur Entzifferung der Keilschrift, die er am 4.09 1802 in Göttingen der Öffentlichkeit präsentierte.
Buch-Tipp: Keilschrift Das Buch " Keilschrift" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch. |
| |
Die frühe sumerische Schriftkultur stand zunächst ganz alleine der Tempeladministration zur Verfügung, die sie für das Steuerwesen und die Verwaltung als Instrument staatlicher Kontrolle einzusetzen verstand.
Allerdings dauerte es sehr lange, bis sich die Keilschrift des gesamten funktionalen Spektrums bemächtigen konnte, das den Schriftgebrauchs der antiken Hochkulturen kennzeichnet.
Erst nach religiösen und politischen Dokumenten oder privaten Kaufverträgen entstehen wissenschaftliche Schriften und unterhaltende Literatur.
Zu den überlieferten Texten gehören Königsinschriften, Epen, Mythen, Hymnen , Wahrsagesprüche und Klagelieder, darunter auch das Gilgamesch-Epos, eine der ältesten überlieferten Dichtungen der Menschheit, und das berühmteste literarische Werk Altbabylons.
Mit der Adaption der Keilschrift durch andere altorientalische Hochkulturen entstand zwischen den Völkern ein erster Briefwechsel, ein Vorläufer des heutigen Postdienstes, wobei die versandten Tontafeln mit Schutzhüllen aus gebrannten Ton versehen wurden.
Es bildete sich der privilegierte Stand des Schreibers heraus, der über das Ansehen eines Aristokraten verfügte, und aufgrund seines direkten Zuganges zu wichtiger Informationen zu dem Teil mächtiger wurde, als die meist analphabetischen Herrscher. Schreiberschulen wurden eingerichtet, deren Disziplin und Strenge auch anhand von erhaltenen Hausaufgaben dokumentiert ist.
Buch-Tipp: Keilschrift, Kompass, Kaugummi. Eine Enzyklopädie der frühen Erfindungen Eine Beschreibung zum Buch " Keilschrift, Kompass, Kaugummi. Eine Enzyklopädie der frühen Erfindungen" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. |
| |
Die Entwicklungsgeschichte der Keilschrift ließ sich über Tontafeln mit Abschriften, die Tempelschüler bei ihren Lehrmeistern machten, nachvollziehen. Anfänglich handelte es sich bei den Schriftzeichen um Piktogramme, um vereinfachte bildhafte Darstellungen eines Gegenstandes oder Wesens, die sich in dem Laufe der Zeit weiter zu miteinander verbunden, komplexere Gedankengänge repräsentierenden Ideogrammen entwickelten.
Ab etwa 2900 v. Chr. verloren die Piktogramme mehr und mehr ihre ehemalige Funktion und ihren ursprünglichen Bezug. Nun konnte ein einzelnes Zeichen je nach Sinnzusammenhang verschiedene Bedeutungen haben. In dem nachfolgenden Entwicklungsschritt wurde ca. noch eine Bedeutung mit einem Zeichen in Verbindung gebracht. Aus ursprünglich 1500 Piktogrammen entwickelten sich so 600 Zeichen, die regelmäßig benutzt wurden. Diese Zeichen bezogen sich mit der Zeit stets mehr auf die Lautung der Worte, die gesprochen wurden. Es entstanden Bilderrätsel (Rebus), in denen ein Piktogramm nicht mehr für das dargestellte Objekt stand, sondern für ein ähnlich lautendes Wort.
Ähnlich wie bei den Hieroglyphen vollzog sich bei der Keilschrift über lange Zeiträume hinweg eine Phonetisierung der Schriftzeichen. Damit ein eindeutiges Lesen möglich war, mußten die Schreiber Determinative einführen, um die Zeichen nach Objektbedeutung und Lautbedeutung klassifizieren zu können.
Buch-Tipp: Keilschrift, Kompaß, Kaugummi. Eine Enzyklopädie der frühen Erfindungen Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch " Keilschrift, Kompaß, Kaugummi. Eine Enzyklopädie der frühen Erfindungen". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet. |
| |
Das bevorzugte Schriftmedium der Keilschrift zur Zeit ihrer Verbreitung (3 Tausend v. Chr. bis 500 v. Chr.) waren vor allem Tafeln aus gebrannten oder ungebrannten, weichen Ton und Stein, in die die Schriftzeichen mittels eines Schilfrohr- oder Holzgriffels eingeprägt wurden. Es wurden aber auch mit einem Stichel in Silberplatten geprägte Texte in Keilschrift gefunden.
|
|
- Karoly Földes-Papp, Vom Felsbild zu dem Alphabet - die Geschichte der Schrift von ihren frühesten Vorstufen bis zur modernen lateinischen Schreibschrift, Chr. Belser Verlag, Stuttgart, 1966, ISBN 3-811-20007-0
- Harald Haarmann: Geschichte der Schrift, C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47998-7
- Harald Haarmann: Universalgeschichte der Schrift, Campus Verlag, Frankfurt/Main; New York 1990, ISBN 3-593-34346-0
|
Weiteres zu dem Artikel Keilschrift | | Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Ansehen, Assyrer, Babylonier, Friedrich, Hammurapi, Hieroglyphen, Kenntnis, Lautschrift, Objekt, Piktogramm, Reich, Sprachen, Verbindung, Weise | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Keilschrift' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Keilschrift Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Keilschrift' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Keilschrift' und 'Keilschrift' Definition sehr dankbar.
Alle Tipps zu den Bücher auf dieser Seite wurden automatisch generiert. D.h. die Bücher wurden aus einer Datenbank von dem Computer ausgesucht. Deshalb kann es vorkommen, dass vorgeschlagene Bücher nicht ganz der 'Keilschrift' Beschreibung entsprechen.
|
|
|
· Diese Seite wurde bisher 1.768 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 12.05.2008 um 13:12:58 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 13:02, 1. Okt 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008
|